Der Schulbeginn: deinem Kind helfen, einen Schlafrhythmus wiederzufinden
Der Sommer hat alles verschoben: spätes Zubettgehen, langes Ausschlafen, Mittagsschlaf nach Laune des Tages. Und dann naht der Schulbeginn, mit seinem Aufstehen zur festen Zeit. Um einen Rhythmus wieder herzustellen, lässt sich der Leitgedanke der Fachstellen in eine einfache Idee fassen: regelmäßige Zubettgeh- und Aufstehzeiten. Man geht es sanft an, ein paar Tage vorher, ohne zu drängen.
Warum gerät der Schlaf meines Kindes im Sommer aus dem Takt?
Weil sich all seine zeitlichen Orientierungspunkte gelockert haben. Während des Jahres stellt sich der Körper des Kindes auf stabile Zeiten ein. Im Sommer fallen diese Zeiten weg: Man isst später zu Abend, geht nach Sonnenuntergang ins Bett, schläft morgens länger. Nichts Schlimmes, aber wenn die Schule wieder beginnt, zahlt sich die Verschiebung in schwierigen Morgen und endlosen Abenden aus.
Der Schlüssel zur Korrektur ist die Regelmäßigkeit. Fachstellen sind in diesem Punkt klar: Um dem Kind zeitliche Orientierungspunkte zu geben, braucht es regelmäßige Zubettgeh- und Aufstehzeiten, auch am Wochenende. Es sind diese festen Zeiten, mehr als alles andere, die seinem Körper helfen, vor dem Schulbeginn seinen Rhythmus wiederzufinden.
Wie führt man ohne Drama wieder regelmäßige Zeiten ein?
Vor allem ändert man nicht alles von heute auf morgen. Die Zubettgehzeit schlagartig vorzuverlegen ist der sichere Misserfolg und der Abendkampf. Besser geht man es in kleinen Stufen an, über mehrere Tage. Hier ein Gerüst zum Anpassen an dein Kind:
- Beginne ein paar Tage vor dem Schulbeginn, nicht am Vorabend.
- Verlege das Zubettgehen in kleinen Schritten vor, zehn bis fünfzehn Minuten pro Abend, bis zur angestrebten Zeit.
- Verlege parallel auch das Aufwachen vor: Ein regelmäßiges Aufstehen am Morgen hilft, das Zubettgehen am Abend zu verankern.
- Setze auf den Lichtkontrast: sehr hell am Tag, gedämpft am Abend, wie es empfohlen wird.
- Nimm das Abendritual lange vor dem Tag X wieder auf, damit es zum Schulbeginn schon eingespielt ist.
Gerade das Ritual ist dein bester Verbündeter. Empfohlen wird, ein kleines Ritual einzuführen, das die Zeit des Zubettgehens markiert und das Einschlafen fördert: eine Geschichte vorlesen, kuscheln, eine sanfte Musik oder ein Lied hören. Jeden Abend wiederholt, kündigt es dem Körper an, dass die Nacht naht, selbst wenn die Aufregung des Schulbeginns alles durcheinanderbringt.
„Das Waschen"
Eine ganz sanfte Geschichte, ohne Bildschirm, um den Weg zum Schlaf wiederzufinden, wenn sich die Abende verschoben haben. Das perfekte Ritual, um den Schulbeginn voller Zuversicht anzugehen. Die Umarmung kommt von dir. Die Stimme von Tilibou.
Folge anhörenWie viele Stunden Schlaf für mein Kind zum Schulbeginn?
Das hängt von seinem Alter ab und vor allem von ihm selbst. Es gibt durchschnittliche Richtwerte: Die Schlafzeit liegt um die 13 Stunden pro 24 Stunden mit etwa 3 Jahren und 12 Stunden mit etwa 6 Jahren. Aber es wird sofort daran erinnert, dass manche Kinder Wenigschläfer und andere Vielschläfer sind. Das sind Anhaltspunkte, keine Ziele, die um jeden Preis erreicht werden müssen.
Beim Mittagsschlaf ist die Entwicklung natürlich: Der Mittagsschlaf am frühen Nachmittag ist bis zum Alter von 2 bis 5 Jahren nötig, je nach Lebensweise des Kindes. Zum Schulbeginn brauchen ihn manche Kleine noch, andere nicht mehr. Beobachte dein Kind, statt auf eine Tabelle zu schauen: Es sagt dir, was es braucht.
Und die Bildschirme, bei dieser Rückkehr zum Rhythmus?
Während der Ferien haben sich die Bildschirme oft breitgemacht. Die Rückkehr ist die Gelegenheit, die letzte Stunde des Tages wieder ruhig zu gestalten. In diesem Punkt sind die Fachstellen einig: Es wird empfohlen, dass das Kind Handy, Computer und Fernseher eine Stunde vor dem Zubettgehen ausschaltet und nicht-interaktive Bildschirme vor 3 Jahren meidet.
Die Logik ist einfach: Die letzte Stunde vor dem Bett gewinnt, wenn sie gedämpft und ruhig bleibt. Ein Bildschirm weckt im falschen Moment auf, eine Geschichte beruhigt. Das abendliche Tablet durch ein sanftes Ritual zu ersetzen heißt, dem Körper des Kindes die richtigen Bedingungen zu geben, um in den Schlaf zu gleiten und schneller wieder in den richtigen Rhythmus zu finden.
Die Fragen, die du dir stellst
Wie viele Tage vor dem Schulbeginn sollte man anfangen?
Es gibt keine offizielle Dauer, aber die Idee ist, vorauszuplanen, statt am Vortag zu handeln. Indem du das Zubettgehen und das Aufstehen in kleinen Stufen von zehn bis fünfzehn Minuten über mehrere Tage vorverlegst, stellt sich der Körper des Kindes ohne Ruck wieder ein. Vor allem die Regelmäßigkeit der Zeiten, auch am Wochenende, ist entscheidend, um den Rhythmus dauerhaft zu verankern.
Mein Kind ist zur Zubettgehzeit nicht mehr müde, was tun?
Das ist oft ein Zeichen für einen noch verschobenen Rhythmus. Indem du auch die Aufwachzeit am Morgen vorverlegst und regelmäßige Zeiten beibehältst, stellt sich das Zubettgehen am Abend nach und nach wieder ein. Empfohlen wird außerdem, beim Zubettgehen eine wenig beleuchtete und am Tag eine sehr helle Atmosphäre zu schaffen, um dem Körper zu helfen, den Moment zum Schlafen zu erkennen.
Soll man den Mittagsschlaf zum Schulbeginn beibehalten?
Das hängt vom Alter und vom Kind ab. Der Mittagsschlaf am frühen Nachmittag bleibt bis 2 bis 5 Jahre nötig, je nach Lebensweise des Kindes. Besser beobachtest du dein Kind, als einer starren Regel zu folgen: Manche brauchen ihn noch, andere haben ihn schon aufgegeben.