Eine kleine Figur hält die Hand ihres Elternteils am Bettrand, ein Kuscheltier fest an sich gedrückt, in einem Zimmer, das von einem Nachtlicht erhellt wird.
Gefühle & zur Ruhe kommen

Trennungsangst beim Zubettgehen (3-7 Jahre)

Vom Tilibou-Team · Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 · Lesezeit: 6 Min.

„Bleib noch ein bisschen", „geh nicht weg"... Am Abend fällt es manchen Kindern schwer, dich das Zimmer verlassen zu lassen. Das ist Trennungsangst, und sie ist ein häufiges Gefühl in diesem Alter. Du musst nichts dramatisieren: Ein immer gleiches Abschiedsritual, eine beruhigende Routine, ein Kuscheltier und deine Ruhe genügen oft, um den Moment zu beruhigen. Man beruhigt, man zwingt nicht.

Was ist Trennungsangst, und ist sie häufig?

Es ist eine starke Angst des Kindes, von seinen Eltern getrennt zu werden, meist von dem Elternteil, mit dem es die meiste Zeit verbringt. Viele Familien haben sie schon im jüngsten Alter erlebt, aber sie kann fortbestehen oder verschwinden und dann zurückkehren. Und sie ist nicht selten: Die Trennungsangst, die ab 3 Jahren auftritt, betrifft etwa 4 % der Kinder.

Beim Zubettgehen bekommt dieses Gefühl seine volle Bedeutung: Der Moment des Einschlafens ist der Moment, in dem man sich für die Nacht trennt. Es ist normal, dass ein kleines Kind Angst hat, verlassen zu werden, und es versteht mit der Zeit, dass sein Elternteil zurückkommt. Oft löst sich dieser Übergang von selbst in einigen Tagen oder Wochen, sobald das Kind zur Ruhe gekommen ist.

Wie beruhigt man das Zubettgehen, wenn dein Kind dich nicht gehen lassen will?

Das Zauberwort ist Vorhersehbarkeit. Es hilft, ein kurzes und neutrales Abschiedsritual zu entwickeln: einen Kuss geben, sich verabschieden und sagen, wer es wieder abholen kommt, dann gehen. Am Abend bedeutet das ein immer gleiches kleines Wort: „Gute Nacht, ich bin direkt nebenan, wir sehen uns morgen früh." Immer die gleichen Schritte, damit der Moment vorhersehbar und damit beruhigend wird.

Es gibt auch eine Warnung vor dem gegenteiligen Effekt: Den Moment der Trennung mit einem Kind im Anfall in die Länge zu ziehen, ist nicht empfehlenswert. Je länger man den Abschied ausdehnt, desto mehr verfestigt man die Idee, dass es Grund zur Sorge gibt. Ein sanfter, aber klarer Abschied beruhigt mehr als ein Abschied, der kein Ende nimmt.

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„Auf Wiedersehen, Mama"

Eine zärtliche Geschichte über den Moment des Abschieds und die Gewissheit, dass man sich wiederfindet. Genau das Richtige, um dein Kind beim Zubettgehen sanft zu beruhigen, ganz ohne Bildschirm.

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Routine und Kuscheltier, zwei Verbündete am Abend

Wenn ein Kind sich weniger sicher fühlt, beruhigen es stabile Anhaltspunkte. Es ist empfehlenswert, während der ganzen schwierigeren Phase eine beruhigende Routine beizubehalten: feste Essenszeiten, feste Schlafenszeit. Das immer gleiche Abendritual wird zum Ankerpunkt: Das Kind weiß, was kommt, und was kommt, ist sanft.

Das Übergangsobjekt hat hier seinen festen Platz. Es kann helfen, deinem Kind ein Übergangsobjekt zu geben, zum Beispiel sein Lieblingskuscheltier. Das Kuscheltier schlägt die Brücke zwischen deiner Präsenz und der Nacht. Es ersetzt dich nicht, aber es begleitet. Eine Geschichte, die im Bett gehört wird, spielt eine ähnliche Rolle: Eine ruhige Stimme bleibt beim Kind in dem Moment, in dem du dich entfernst.

Und deine Haltung, in all dem?

Sie zählt enorm. Bleib ruhig: Deine Haltung beruhigt dein Kind, das versteht, dass es in Sicherheit ist. Wenn dein Kind dich zuversichtlich erlebt, beruhigt es das, denn es vertraut dir. Mit anderen Worten: Deine Gelassenheit ist ansteckend, genauso wie deine Sorge.

Hier ein beruhigender Leitfaden für den Abschied am Abend:

  1. Man behält jeden Abend dieselbe Schlafensroutine in derselben Reihenfolge bei.
  2. Man legt das Kuscheltier bereit und macht ein sanftes Licht an: Die beruhigenden Anhaltspunkte sind da.
  3. Man hört eine ruhige Geschichte, gut eingekuschelt, um herunterzukommen.
  4. Man sagt dasselbe kleine Abschiedswort: „Ich bin da, bis morgen." Immer dasselbe.
  5. Man geht sanft, ohne es in die Länge zu ziehen. Deine Ruhe sagt dem Kind, dass ihm nichts passiert.

Vertrau dir, und vertrau ihm. Manche Abende werden schwieriger sein als andere, das ist normal, und es geht vorbei.

Die Fragen, die du dir stellst

Mein Kind weint, wenn ich am Abend sein Zimmer verlasse, was tun?

Behalte ein kurzes und immer gleiches Abschiedsritual bei: ein Kuss, ein kleines Wort, das sagt, wer morgen da sein wird, dann geht man sanft. Eine stabile Routine, ein Kuscheltier und deine Ruhe beruhigen das Kind. Vermeide es, die Trennung in die Länge zu ziehen, denn das kann seine Sorge verstärken.

Wie lange dauert die Trennungsangst beim Zubettgehen?

In den meisten Fällen löst sich dieser Übergang von selbst in einigen Tagen oder Wochen, sobald das Kind sich daran gewöhnt und versteht, dass sein Elternteil immer zurückkommt. Jedes Kind ist anders, und manche Phasen können schwieriger sein als andere.

Wann sollte man mit einer Fachperson darüber sprechen?

Es ist ratsam, eine Gesundheitsfachperson aufzusuchen, wenn die Trennungsangst länger als vier Wochen anhält, beim Kind eine deutliche Not auslöst und das tägliche Leben der Familie durcheinanderbringt. Sprich im Zweifel mit deinem Arzt oder deiner Kinderärztin.

Gut zu wissen. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn die Trennungsangst länger als vier Wochen anhält, eine deutliche Not auslöst und das Familienleben beeinträchtigt, ist es ratsam, einen Arzt, eine Kinderärztin oder einen Psychologen aufzusuchen.
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Geschrieben vom Tilibou-Team. Wir machen Gutenachtgeschichten für 3- bis 7-Jährige und lesen viel, um es richtig zu machen. Unsere Artikel stützen sich auf anerkannte Quellen; sie ersetzen keine Fachperson.
Quellen. Dieser Artikel stützt sich auf die Empfehlungen anerkannter Kindergesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation (Link). Er dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.