Das Monster unter dem Bett, das einen Freund wollte
Es gibt ein Dörfchen, das auf keiner Landkarte zu finden ist: Kürbisweiler. Und diese Nacht ist eine ganz besondere Nacht, die lustigste des Jahres, die Halloween-Nacht. Auf dem Laternenplatz lächeln alle Kürbisse mit ihrem großen zahnlückigen Grinsen, der Nebel ist weich wie Zuckerwatte, und die welken Blätter kichern, wenn man auf sie tritt! Ganz oben im größten Kürbis wohnt Zélie, die liebste kleine Hexenlehrlingin der Welt, mit ihrem viel zu großen Hut, und Réglisse, ihr runder schwarzer Kater, der ängstlichste in ganz Kürbisweiler. Doch heute Nacht steigt aus dem Zimmer, von unter dem Bett, ein komisches kleines Zittern auf. Réglisse ist sicher, dass es ein schreckliches Monster ist. Und das ist es auch, ein echtes… nur dass dieses Monster, Boubou, niemandem Angst machen will. Alles, was es sich wünschte, tief in seinem großen pelzigen Herzen, ist ein Freund, um nicht mehr so allein im Dunkeln zu sein, unter dem Bett. Statt zu schreien oder wegzulaufen, tut Zélie etwas ganz Einfaches: Sie streckt die Hand aus, sagt Hallo und hört zu. Und nach und nach schmilzt die Angst auf beiden Seiten, denn der arme Boubou hatte genauso viel Angst vor den Kindern wie die Kinder vor ihm. Aus diesem großen, sanften Missverständnis wächst die schönste aller Freundschaften. Diese Geschichte hilft deinem Kind zu verstehen, dass das, was Angst macht, oft etwas Liebes verbirgt, und dass ein Monster unter dem Bett manchmal nur jemand ist, der sich einsam fühlt. Eine schöne Art, die Angst vor dem Dunkeln und vor eingebildeten Monstern zu zähmen, indem man das beunruhigende Unbekannte in einen beruhigenden Freund verwandelt. Und als Boubou und Réglisse endlich Freunde werden, wird das Zimmer wieder sanft und beruhigend. Das Dunkel hat nichts Furchterregendes mehr, es ist sogar eher gemütlich, und die Geschichte legt sich ganz sanft nieder, genau rechtzeitig, um unter die Decke zu schlüpfen und die Augen zu schließen. Zélie macht sich nie über Réglisse lustig, der vor allem Angst hat, und zwingt niemanden. Sie nimmt sich die Zeit, sowohl dem ängstlichen Kätzchen als auch dem schüchternen großen Monster zuzuhören, und zeigt, dass man einen Freund oft dort findet, wo man ihn am wenigsten erwartet hätte: das, was Angst macht, mit Neugier statt mit Geschrei zu empfangen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und auf dem Laternenplatz wachen die Kürbisse lächelnd im weichen Nebel. Eine sanfte Halloween-Geschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 3 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. Alle Tilibou-Gutenachtgeschichten auf