Das Gespenst mit dem Schluckauf
An jenem Abend, in Kürbisweiler, schlenderten Zélie und Réglisse über den Laternenplatz, unter dem weichen Nebel, als sie ein komisches Geräusch hörten: ein «Buh», gefolgt von einem «Hicks». Es klang wie ein Gespenst, das sich verschluckt hatte! Neugierig will Zélie nachsehen, während Réglisse lieber nach Hause und unter die Decke krabbeln würde. Hinter dem größten Kürbis, ganz weiß und ganz weich, sitzt ein kleines Gespenst namens Hippo und übt in seiner Ecke. Der arme Hippo möchte so gern «BUH!» machen, ein großes, richtig furchterregendes BUH. Aber jedes Mal ist es stärker als er: «BUUU-hicks!» Dieser lächerliche Schluckauf verdirbt alles, und Hippo ist verzweifelt. Nie, denkt er, wird er mit so einem Schluckauf jemandem Angst machen. Er könnte fast vor Scham weinen. Da bricht Zélie, statt ihn zu bedauern, in ein großes, freundliches Lachen aus: Dieses «Buh-hicks» ist das Lustigste, was sie je gehört hat! Und nach und nach begreift Hippo, dass er gar nicht Angst machen muss, um großartig zu sein. Sein kleiner Makel, dieser Schluckauf, der ihn verzweifeln ließ, wird zu seiner schönsten Eigenschaft: Er ist das lustigste Gespenst in ganz Kürbisweiler. Diese Geschichte hilft deinem Kind, sich so anzunehmen, wie es ist, mit seinen kleinen Unterschieden. Sie erinnert lachend daran, dass ein Makel zu einer Stärke werden kann, dass man nicht perfekt sein muss, um geliebt zu werden, und dass herzliches Lachen oft viel mehr wert ist als Angst zu machen. Eine schöne Botschaft über Selbstvertrauen und Humor. Und als ganz Kürbisweiler vor Freude über das Gespenst mit dem Schluckauf zu lachen beginnt, strahlt Hippo, mächtig stolz auf sein «Buh-hicks». Die Halloween-Nacht wird fröhlich und sanft, und die Geschichte legt sich ganz sanft nieder, genau rechtzeitig, um mit einem Lächeln die Augen zu schließen. Zélie lacht nie böse über Hippo: Sie lacht mit ihm, nicht über ihn, und hilft ihm, all das Wunderbare an sich zu sehen. Einem Kind zu helfen, das zu lieben, was es einzigartig macht, statt es korrigieren zu wollen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und auf dem Laternenplatz kichern die Kürbisse still im Nebel, bis die Augenlider schwer werden. Eine sanfte Halloween-Geschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 3 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. Alle Tilibou-Gutenachtgeschichten auf