Tilibou · Ninos erster Einsatz (Nino le Pompier)
🚒 Nino le Pompier · Feuerwehrgeschichte

Ninos erster Einsatz

⏱ 12 min · 👶 ab 3 Jahren

Eine Gutenachtgeschichte für Kinder. In Schönhügel, einer kleinen, ganz runden Stadt zwischen dem Marktplatz und den Feldern, steht eine alte rote Feuerwache mit spitzem Dach und einer großen Glocke ganz oben. An diesem Abend sitzt die ganze Wache um den großen Tisch zum Abendessen, und ganz am Ende der Bank, winzig klein in seiner viel zu großen Uniform, sitzt Nino. In einer Ecke, zusammengerollt in einem viel zu großen Stiefel, schnarcht Pompon, der Hund der Feuerwache, ganz leise vor sich hin und träumt von einem großen Knochen. Dann klingelt das Telefon, leicht wie ein Glöckchen. Auf dem Dorfplatz ist Praline, die kleine Katze von Rosa, der Bäckerin, ganz nach oben in die große Eiche geklettert, erschreckt von einem Testböller für das Fest. Sie ist so hoch geklettert, dass sie sich nicht mehr zu bewegen traut, festgeklammert am letzten Ast, winzig klein in der Nacht. Bürgermeister Bruno will am liebsten gleich alle Feuerwachen des Landes anrufen. Chefin Marta dagegen rennt nie: Sie bittet ihn, erst einmal durchzuatmen, und vor allem, genau hinzuschauen. Die große Leiter fährt hoch, hoch, und bleibt stehen: drei Äste zu kurz. Marco holt das Megafon, ruft ganz laut, und Praline klettert vor Schreck noch höher hinauf. Da werden alle still. Und in dieser Stille betrachtet Nino den Baum ganz anders: nicht seine Höhe, sondern seine Äste. Die dünnsten tragen weder die Leiter noch einen Erwachsenen, aber sie tragen einen kleinen Jungen. Er klettert ganz ohne Geräusch, setzt sich direkt unter die Katze, verlangt nichts von ihr und spricht ganz leise mit ihr, lange, bis sie von ganz allein wieder herunterkommt, Ast für Ast. Im Lauf der Geschichte entdeckt dein Kind, dass klein sein kein Problem ist, das man lösen muss, sondern manchmal genau das Richtige. Es lernt auch, dass man jemandem, der Angst hat, nicht hilft, indem man lauter ruft, sondern indem man sich neben ihn setzt und wartet. Das ist die Gründungsfolge der Kollektion: Die Feuerwache, die Figuren und die Gesten, die in jeder weiteren Geschichte wiederkehren, entstehen hier, ganz sanft. Am Ende kehren alle zur Feuerwache zurück. Lena, die Krankenschwester des Ortes, klebt ein Pflaster mit Sternchen auf Ninos aufgeschürften Ellbogen und drückt gleich daneben einen Kuss, denn beides zusammen wirkt immer besser. Marco poliert Groß-Rot und erzählt dabei vom Einsatz. Dann stellen sich die Stiefel auf, vom größten zum kleinsten, und der allerkleinste findet endlich seinen Platz. Chefin Marta schimpft nie mit Marco, weil er zu laut gerufen hat, und macht sich nie über Brunos Panik lustig. Sie lässt alle durchatmen, wie man eine Geburtstagskerze auspustet, und hört sich dann die kleine Idee des Kleinsten von ihnen an: Diese Art, ein Gefühl ernst zu nehmen, statt es beiseitezuwischen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und währenddessen brüllt das Tatü-tata von Schönhügel draußen nicht, es flüstert, wie ein Schlaflied, das durch die Straße zieht. Eine Feuerwehrgeschichte ohne Bildschirm, gedacht für Kinder ab 3 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. Alle Tilibou-Gutenachtgeschichten auf

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