Tilibou · Der Tag bei Tante (Mochi Doudou)
🧸 Mochi Doudou · Kuscheltier-Geschichte

Der Tag bei Tante

⏱ 8 min · 👶 ab 2 Jahren

Eine Gutenachtgeschichte für Kinder. Heute Morgen wird eine kleine Tasche gepackt: eine Zahnbürste, ein Schlafanzug und Mochi, ganz obenauf. Heute geht Emma zu Tante, ohne Mama. Bevor Mama geht, verspricht sie: Heute Abend hole ich dich ab. „Mama kommt wieder?“, fragt Emma mit kleiner Stimme. „Mama kommt wieder. Immer.“ Dann eine große, warme Umarmung, und Mochi, zwischen den beiden, bekommt sie auch ab. Poc-poc-poc, macht sein Herz, ganz schnell. Er bewahrt diese Umarmung ganz kostbar auf. Bei Tante ist alles neu: ein neuer Tisch, ein neuer Teppich, Spielzeug, das Emma nicht kennt, ein neuer Geruch. Zu viel Neues auf einmal, das ist eine Menge für ein kleines Mädchen, und Emma drückt Mochi ganz fest. Aber Tante ist sanft, macht einen leckeren Snack und singt ein neues Lied. Emma spielt, sie lacht. Am Abend öffnet sich die Tür: Mama ist da, wie versprochen. Nach so einem langen Tag ist die Wiesendecke noch weicher als sonst, und Emma schläft ganz beruhigt ein. In der Abendwelt fragt Pantin beim Regal-Hallo gleich: Na, wie war der Tag bei Tante? Es gibt viel aufzuräumen, also der Reihe nach: zuerst der neue Tisch, dann der neue Teppich, dann das unbekannte Spielzeug. Dann öffnet Mochi sein Herz. Ganz oben in der Kuschel-Box liegt ein Wollknäuel, wärmer als alle anderen: Mamas Umarmung von heute Morgen. Den ganzen Tag bei Tante hat Mochi sie warm bei sich bewahrt. Im Lauf der Geschichte versteht dein Kind, dass Mamas Umarmung nie weggeht, auch wenn Mama gerade nicht da ist. Sie bleibt da, die ganze Zeit, wie ein kleiner Vorrat an Wärme. Für ein Kleinkind mit Trennungsangst ist das ein Bild, das trägt: Mama kommt wieder, und in der Zwischenzeit passt der Schnuffel gut auf ihre Umarmung auf. Das Versprechen fällt schon in der allerersten Szene, und das Wiedersehen kommt lange vor dem Schlafengehen. Ganz unten in der Box liegt noch ein älteres Wollknäuel, vom allerersten Mal, als Emma fern von zu Hause geschlafen hat. Das ging auch gut aus. Mochi wickelt das goldene Wollknäuel um das „zu viel Neue“ des Tages. Am Morgen ruft Emma: „Ma-ma! Mo-chi!“ Und beim nächsten Mal bei Tante wird alles ein bisschen vertrauter sein. Niemand tut so, als wäre so ein Tag leicht. Man räumt das Neue in Ruhe auf, Stück für Stück: Diese Art, ein großes Gefühl in kleine Teile zu zerlegen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und zum Schluss schlägt Mochis Herz immer langsamer, poc-poc, poc, bis alles ganz ruhig und beisammen ist. Eine Schnuffel-Geschichte ohne Bildschirm, gedacht für Kinder ab 2 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken.

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