Tilibou · Der Nebel der verlorenen Bucht (Tom le Pirate)
🏴‍☠️ Tom le Pirate · Piratengeschichte

Der Nebel der verlorenen Bucht

⏱ 12 min · 👶 ab 3 Jahren

An diesem Morgen liegt auf dem blauesten Meer der Welt ein so dichter Nebel, dass Moustache nicht einmal mehr seine eigenen Arme sieht. Tom reicht ihm die Hand, und sie halten sich gut fest, um sich nicht zu verlieren. Dann kommt eine Karte an, ganz feucht vom Nebel und fast nicht zu lesen. «Wo der Nebel Meer und Himmel verdeckt, schließ die Augen, hör zu, und finde das Wichtigste.» Eine Robbenfamilie hat sich im Nebel der verlorenen Bucht verirrt: Der kleine Pilou ist von seinem Papa getrennt worden. Ohne ihre Augen tasten sich Tom und Moustache ganz langsam voran, nur nach Gehör, und hören schließlich Pilous winzige Stimme, die ruft und sich im Kreis dreht. Erste Idee: den Namen des Papas ganz laut rufen. Doch im Nebel prallt der Schall überall ab, und man weiß überhaupt nicht mehr, woher etwas kommt. Je mehr alle rufen, desto verlorener ist der Robbenpapa. Es braucht etwas anderes, einen Klang, den Pilou und sein Papa unter tausend anderen erkennen würden. Also bittet Tom den kleinen Pilou zu singen, nicht den Namen seines Papas, sondern das tiefe Liedchen, das die beiden nur für sich haben und das ein Papa aus allen Geräuschen der Welt heraushört. Der alte Leuchtturm, den sonst nie jemand um etwas bittet, ist ganz glücklich, gebraucht zu werden: Sein Licht kommt nicht durch den Nebel, aber sein Nebelhorn macht einen tiefen, gleichmäßigen Ton, immer an derselben Stelle, wie ein Herzschlag im Weiß. Geführt vom Lied seines Kleinen und vom Horn, das sich nicht bewegt, schwimmt der Robbenpapa näher und näher, bis sie sich wiederfinden. Pilou lässt ein feines Babyrobben-Schnurrhaar für die Truhe da: das elfte Andenken. Eine beruhigende Geschichte, gerade richtig, wenn man ein bisschen Angst im Dunkeln hat. Das ganze Abenteuer gelingt, ohne etwas zu sehen, nur mit den Ohren. Auch wenn man nichts sieht, ist man nämlich nie wirklich allein. Man muss nur zuhören: das Meer, den Wind, den Atem derer, die man liebhat, ganz nah. Eine Gutenachtgeschichte ohne Bildschirm, für Kinder von 3 bis 5 Jahren, zum Zuhören beim Schlafengehen, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um sich vor der Nacht geborgen zu fühlen. Alle Tilibou-Gutenachtgeschichten auf

Neue Geschichte am 12. September 2026Komm an diesem Tag wieder, um sie zu hören, oder abonniere jetzt.

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