Das Kind, das nicht warten konnte
Im Abendsalon der Werkstatt, auf dem Kaminsims, neben dem Glöckchen, steht eine ein bisschen magische Schneekugel. Wenn man sie ganz sanft schüttelt, zeigt sie kein kleines Plastikdorf: Sie zeigt ein echtes Kind der Welt, irgendwo, mitten in seinem Leben. So behält der Weihnachtsmann den ganzen Monat vor Weihnachten ein zärtliches Auge auf die Kinder. Heute Nacht zeigt die Schneekugel Pim einen Jungen namens Nino. Er läuft im Kreis durch sein Zimmer, nimmt den Kalender von der Wand, zählt die Tage, hängt ihn wieder auf, seufzt, fängt von vorne an. «Noch drei Tage bis Weihnachten? Das ist zu lang! Warten ist das Schlimmste, Warten macht überhaupt keinen Spaß!» Und er wirft sich schmollend aufs Bett. Der arme Nino hat es so eilig, dass er vergisst, die Tage zu genießen, die noch bleiben. Da zeigt die Geschichte, ganz sanft, dem Nino, und deinem Kind, ein schönes Geheimnis: Es ist gerade das Warten, das das Geschenk so kostbar macht. Jeder durchgewartete Tag, jede angezündete Kerze, jede kleine Vorbereitung lässt die Freude im Innern wachsen. Und was, wenn man das Warten, statt es zu erleiden, zu einem Spiel machen würde? Gemeinsam erfinden sie einen «Kalender des Wartens», um Tag für Tag jeden zu genießen, der dem großen Tag näher bringt. Diese Geschichte spricht mit viel Zärtlichkeit von etwas, das schwer ist, wenn man klein ist: warten, an der Reihe warten, die Zeit ihren Weg gehen lassen. Sie hilft deinem Kind, diese brennende Ungeduld sanft zu zähmen und zu verstehen, dass das Glück, wie ein schönes Geschenk, vorbereitet und ausgekostet wird und umso größer ist, wenn es endlich kommt. Und als Nino endlich einschläft, versöhnt mit dem Lauf der Zeit, wird die Nacht ruhig, sanft und voller schöner Versprechen. Die Schneekugel ruht still auf dem Kaminsims, die Flocken tanzen darin in Zeitlupe, und die Geschichte endet ganz sanft, perfekt, um dein Kind zu begleiten, das auch geduldig auf seinen großen Tag wartet. Niemand sagt Nino, dass seine Ungeduld eine Trotzlaune sei, und niemand schimpft mit ihm, weil ihm das Warten zu lang wird. Im Gegenteil, man hilft ihm, dieses Warten in eine kleine Freude an jedem Tag zu verwandeln: ein schwieriges Gefühl anzunehmen und in etwas Sanftes zu verwandeln, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und im Abendsalon klingt das Glöckchen kaum, wie ein Flüstern, das zum Schlafen einlädt. Eine Weihnachtsgeschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 2 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. Alle Tilibou-Gutenachtgeschichten auf